Mannschafstkämpfe 2011-2012 Stadtliga B

Barmbek I 6½ :1½ Schachfreunde II

„The same procedure…“ oder „alle Jahre wieder…“ kassieren die Schachfreunde (II) in der Stadtliga eine Auftaktniederlage – egal gegen welchen Gegner; und dieses Mal fiel sie besonders heftig aus!??

Die Auslosung bescherte uns Barmbek als ersten Gegner, eine Mannschaft, deren „Angst-gegner“ wir jahrelang gewesen waren und im letzten Jahr mit einem für uns schmeichelhaften 4 : 4 nur deshalb zufrieden war, weil sie einmal nicht gegen uns verloren hatte!? Wir hofften – und erwarteten von uns – die Erfolgsbilanz gegen Barmbek fortsetzen zu können und gingen mit Optimismus, aber auch mit voller Konzentration an die Bretter.

Nach der Hälfte der Zeit konnte man nur an Brett 1 eine „wilde Partie“ sehen, weil Ex-Schachfreund Ewaldt ziemlich schnell am Königsflügel angriff und Michael Keuchen seine Figuren richtig um den rochierten König postieren musste. Tim Schroeder war damit beschäftigt, seinen Qualitätsverlust auszugleichen. Die übrigen Spiele verliefen ruhiger, abwartend, eher positionell, scheinbar ausgeglichen!? Nach dreieinhalb Stunden war noch keine Partie entschieden. Das gab es bisher höchst selten, noch nie (?) – was zeigt, wie verbissen gekämpft wurde (Es gab meines Wissens auch kein Remisangebot)!

In der letzten Viertelstunde vor der Zeitkontrolle schlug (u.a.) die Zeitnot gegen die Schachfreunde zu à 0:1 (Tim Schroeder), 0:2 (Thorsten Jaeger), 0:3 (Oliver Steinmetz); der einzige Lichtblick was das Dauerschach-Remis, in das sich Michael Keuchen nach geschickter Verteidigung plus Initiative auf dem Damenflügel hat retten können!

Zwischen 23:15 Uhr und 23:45 Uhr verloren wir weitere drei Spiele (Georg Zippert, Fritz Fegebank und Gerrit Oelmeyer) – in allen drei Fällen konnten die Barmbeker ihren Vorteil von einem Bauern mit präziser Endspielführung zum Sieg verwerten. Mark McAdam sorgte schließlich noch für etwas Ergebniskosmetik, in dem er seinen Läufer-Springer-2 Bauern gegen Turm-Endspiel problemlos gewann.

1 ½ : 6 ½ – ein desaströses Resultat, ein Debakel, das allerdings nicht die Enge einiger Kämpfe verdeutlicht, dennoch muss man von einem vollkommen verdienten Mannschaftssieg der Barmbeker sprechen, die achtmal (!) im Schnitt über 50 DWZ-Punkte mehr an und auf die Bretter brachten und diese nominell größere Spielstärke hat wenig Gegenchancen zugelassen !?

Wir können nur mit Galgenhumor und mit „alter Fußballerweisheit“ reagieren:

„Lieber einmal 0:6 als sechsmal 0:1 !?“

05.02.2012 16:25 F. Fegebank